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weine rothe

In vino veritas

Im Wein liegt die Wahrheit' heißt das Sprichwort. Wir wollten ‚die Wahrheit' über Verarbeitungshilfsstoffe wissen und haben unser Mitglied, Manfred Rothe gefragt, was es damit auf sich hat. Der Bioland-Winzer erklärt, wieso er seit Jahren keine Verarbeitungshilfsstoffe tierischen Ursprungs mehr einsetzt – auch wenn diese erlaubt - sind und seine Weine damit vegan sind.

Die Bioland- und die Demeter-Verarbeitungsrichtlinien für Weine und Sekt erlauben eine Reihe von Hilfsstoffen natürlichen Ursprungs. Bei Bioland sind für die Weinklärung oder Schönung zum Beispiel Speisegelatine, Hausenblase (getrocknete Schwimmblase eines Fisches), frisches Hühner-Eiweiß oder auch Kasein erlaubt. Hinzu kommen Filterhilfsstoffe wie Zellulose oder Kieselgur. Wir haben den Winzer Manfred Rothe befragt, auf welche Hilfsstoffe er zurückgreift und waren über seine Antwort überrascht: „Fast keine!"

Erlaubt, aber nicht notwendig

„Die meisten dieser Verarbeitungshilfsstoffe finden seit Generationen Anwendung und dienen dazu, den Wein zu schönen und zu klären, das heisst, Trübstoffe herzauszufiltern. Nach den Bioland-Richtlinien sind auch sog. pektolytische Enzyme erlaubt. Sie verstärken die Wirkung der traubeneigenen Enzyme. Beim Pressen der Trauben wird schneller und auch mehr Beerensaft und Farbstoffe freigesetzt. Ich bin jedoch der Meinung, dass keines dieser Mittel benötigt wird um einen guten Wein zu machen und wir können darauf verzichten.

Rebe rothe

Zeit, Ruhe und Vertrauen in die natürlichen Vorgänge

Alles beginnt im Weinberg! Wir setzen nicht auf Höchsterträge durch zusätzliche stickstoffreiche organische Dünger. Unsere Trauben werden grundsätzlich von Hand gelesen. Wir provozieren keine unnötigen Trubstoffe im Most, weil wir nicht versuchen, aus den Trauben den letzten Tropfen ‚herauszupressen' mit seinen unangenehmen gerbigen Komponenten. Auch pumpen wir den Wein nicht ständig durch Schläuche kreuz und quer durch unseren Weinkeller. Stattdessen setzen wir auf Ruhe, Zeit und Vertrauen in die natürlichen Vorgänge.
Nach der Gärung geben wir unseren Weinen Zeit zur langsamen Klärung. Belassen den jungen Wein auf seiner Hefe, denn das spart Schwefel. Vor der Füllung wird mit Kieselgur und Zellulose filtriert und wenig geschwefelt - und sonst nichts! Deshalb sind unsere Weine auch vegan."

EG-Öko-VO: Anhang VIIIa: Erzeugnisse und Stoffe gemäß Artikel 29c, die zur Verwendung in oder zur Zugabe zu ökologischen/biologischen Erzeugnissen des Weinsektors zugelassen sind


Kontakt

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Verein „Bestes Bio - Fair für alle“

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34414 Warburg

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