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Neues zum Thema Bio-Lebensmittel aus Italien

Die Naturkostbranche beschäftigt im Moment ein großer Bio-Skandal in Italien. Wir haben Stellungnahmen von unseren Mitgliedsunternehmen, eingeholt. Einige davon verwenden auch Futtermittel. Unsere Mitglieder sind den Betrugsmeldungen schnell und sorgfältig nachgegangen und haben überprüft, ob sie davon betroffen sein könnten.

„Unsere Zutaten z.B. für unsere Fruchtbuttermilch stammen nicht von den bislang genannten italienischen Unternehmen. Wir haben natürlich auch bei unseren Milchbauern nachgefragt, ob Sie Futtermittel von den Firmen bezogen haben. Wir haben bereits von den meisten Bauern eine Rückmeldung erhalten und können sagen, dass nach den bisherigen Kenntnissen unsere Milchbauern nicht betroffen sind. Unsere Milchbauern sind Mitglied in einem Anbauverband. Das heißt: entweder bauen sie ihr Futter selbst an, oder wenn zugekauft wird, ist es Verbandsware. Da sind die Kontrollen sowieso noch einmal stärker.“ Andreas Siegert, Betriebsleiter Upländer Bauernmolkerei GmbH

„Wir haben keine Geschäftsbeziehungen mit den im Zusammenhang mit dem Betrugsskandal genannten italienischen Unternehmen – auch nicht indirekt. Wir haben uns deswegen bei unseren Lieferanten (z.B. Kräuter oder getrocknete Tomaten für unseren Käse) noch einmal rückversichert. Auch sind unsere Milchbauern nach unserem bisherigen Kenntnisstand nicht davon betroffen.“ Harry ten Dam, Aurora-Käserei

"Wir haben keinerlei Geschäftsbeziehungen zu italienischen Firmen. Unsere Milchbauern erzeugen ihr Futter selbst und wenn sie welches zukaufen müssen, geschicht dies regional." Hubert Wall, Geschäftsführer Dorfkäserei Geifertshofen

„Die Futtermischung für unsere Hühner setzt sich aus Weizen, Erbsen, Ackerbohnen, Gerste, Sojapresskuchen, Sesampresskuchen, Sonnenblumenpresskuchen, Luzernegrünmehl, Mais, Kalk, Mineral und (Heil)- kräutern zusammen. Alle Futtermittel stammen aus ökologischer Erzeugung. Wir mischen unser Futter selbst und haben jede einzelne Futterkomponente einzeln im Silo gelagert. Was wir nicht selbst an Getreide und Leguminosen erzeugen, bekommen wir von anerkannten Biolandbetrieben aus der Region. Nur Soja kommt von einer Erzeugergemeinschaft aus Frankreich. Alles geht aber durch den Flaschenhals der Biolandkontrollen. Unser Rohstofflieferant hat mit den genannten italienischen Unternehmen keine Geschäftsverbindungen. All das macht uns sicher, dass wir nicht betroffen sind.“ Eckhard Eisenach, Biolandhof Eisenach

„Das allermeiste Futter stammt von unserem eigenen Hof. Was wir selber nicht anbauen oder von unseren Nachbarn bekommen können, beziehen wir von einer Bioland-zertifizierten Futtermühle. Dabei handelt es sich um Ölpresskuchen ( vor allem aus Lein-, Sesam- Sonnenblumenöl). Soja ist darin nicht enthalten. Deswegen gehen wir davon aus, dass wir von dem Skandal nicht betroffen sind. Außerdem vertrauen wir der Warenflusskontrolle von Bioland.“ Martina Mast und Martin Häring, Jagsthof

„Wir haben deutsche Futtermittellieferanten, die aus unserer Region stammen. Diese haben uns schriftlich versichert, dass sie nicht betroffen sind, da sie mit den bisher genannten italienischen Unternehmen keine Geschäftsbeziehungen haben. Wichtig ist es, in Deutschland eine eigene Eiweißkette (Soja) aufzubauen, wobei es vor allen Dingen um die Verarbeitung geht (wie z.B. toasten und pressen). Dann wären die Kontrollen transparenter.“ Hugo Gödde, Geschäftsführer von Biofleisch NRW Erzeugerzusammenschluss e.G.

„Wir beziehen Bio-Rohstoffe wie Hartweizen, Soja, Mai oder Reis aus Italien direkt von Erzeugern, mit denen uns schon langjährige Handelsbeziehungen verbinden. Es handelt sich dabei um Demeter-Verbandsware, von daher ist die Kontrolle sowieso schon strenger. Zudem sind es überschaubare Mengen, den Mengenanbau planen wir vorab mit unseren Partnern. Daher wissen wir auch, wie viel unsere Erzeuger liefern können und es gibt keine "wundersame" Vermehrung. Deshalb sind wir ziemlich sicher, dass wir von diesem Skandal nicht betroffen sind.“ Volkmar Spielberger, Geschäftsführer

„Zu diesem Zeitpunkt können wir Ihnen mitteilen, dass Voelkel keinen direkten Kontakt zu den genannten Firmen und Personen hatte. Von rund 90% unserer italienischen Lieferanten liegen uns inzwischen schriftliche Erklärungen vor, die bestätigen, dass sie nicht davon betroffen sind. Die übrigen 10% haben uns dies mündlich versichert und reichen die schriftliche Bestätigung im Laufe der nächsten Tage nach.“ Stefan Voelkel und Frank Stieldorf, Geschäftsführer

„Wir kaufen zu 90 % deutsches Getreide ein. Reis, Mais und Hartweizen beziehen wir seit vielen Jahren aus Italien. Wir versichern, dass wir von den Firmen (Sunny Land, Sona, Bioecoitalia, Societa Agricola Marinucci und My Organic) keine Waren beziehen und auch in der Vergangenheit nicht bezogen haben. Die Wareneingangskontrolle in unserem Haus ist umfassend. Sämtliches Getreide wird nach der Anlieferung in separaten Zellen in Quarantäne gelegt und chargengenau auf Pestizidrückstände untersucht. Erst nachdem wir sicher sind, dass die Befunde den BNN-Richtlinien entsprechen, wird die Ware zur Verarbeitung freigegeben. Deshalb garantieren wir Ihnen, dass wir ausschließlich einwandfreie Ware verarbeiten.“ Dr. Martina Rank-Heins, Qualitätssicherung Bauck GmbH & Co. KG

Auf www.naturkost-elkershausen.de finden Sie weitere Stellungnahmen inkl. eine Übersetzung von der Stellungnahme der italienischen Zertifizierungsbehörde.